In kleinsten Raum pflanz einen Baum und pflege sein, er trägt dir’s ein.
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Bestens organisiert von Reiseleiter Klaus Rasthofer ( Schatzmeister) und
seiner Frau Renate (Bushostess) in Zusammenarbeit mit der Firma Held
und unserem Busfahrer Helmut starteten wir frohgelaunt, um die Europa-
und Finanzstadt Luxemburg zu erkunden.
Am schönen Bodensee entlang zur ersten Rast im Hegau, weiter nach
Straßburg und linksrheinisch hinauf nach Metz.
Leider konnten wir die Kathedrale, den Dom St. Stephan nicht von innen
besichtigen. Großputz und Sicherheitsvorkehrungen wegen dem
bevorstehenden Papstbesuch waren angesagt. Für den Busfahrer
Lenkzeitpause, für uns die Gelegenheit, an der Mosel zu flanieren, an
diesem wichtigen Grenzfluss zwischen den Ländern.
Dann einchecken im Novotel, gleich neben Europaparlament und Konrad
Adenauer Haus. Abendessen als Buffet, so dass jeder nach seinem
Geschmack schöpfen konnte.
Zweiter Tag:
Nach einem reichhaltigen Frühstücksbuffet stand die Stadtführung mit
Milli (Emilie, einer gebürtigen Luxemburgerin) auf dem Programm.
Charmant und liebenswürdig begleitete sie uns im Bus, immer hinweisend
auf besondere Gebäude, Plätze, Brücken und anderen Sehenswürdigkeiten
der Stadt (z. B. das Monument der Goldenen Frau).
Ein paar Eckdaten über Luxemburg:
– Luxemburg wurde berühmt und reich durch die Eisenhüttenwerke,
Eisenerzabbau, viele Jahrzehnte war es der wichtigste Stahlproduzent der
Welt (ARBED).
– Luxemburg ist ein Großherzogtum. Großherzog Guillaume ist
Staatsoberhaupt, der Premierminister Luc Frieden ist der Regierungschef.
– Etwa so groß wie unser kleinstes Bundesland, das Saarland, gehört es mit
Belgien und den Niederlanden zu den Beneluxstaaten.
– Luxemburg ist neben Brüssel und Straßburg Verwaltungssitz der
Europäischen Union. Der Europäische Gerichtshof und der Europäische
Rechnungshof sind als Behörden ansässig.
– Die Altstadt von Luxemburg ist UNESCO Weltkulturerbe.
– In Luxemburg leben viele wohlhabende Einwohner. Man nennt sie die
Stadt der Bürger, Unternehmer, des Erfolgs und des Geldes. Über 100 Banken
haben ihren Sitz in Luxemburg.
– Eine unvorstellbare Zahl an Pendlern, die überwiegend im
Dienstleistungsbereich tätig sind, fahren täglich herein und abends wieder
nach Hause. Banken, Geld und Recht sind drei Begriffe, die u.a. das
Berufsleben hier prägen. Auch RTL hat z. B. in Luxemburg seinen
Firmensitz.
– In Luxemburg findet man eine große Sprachenvielfalt vor:
Letzebuergesch, Französisch, Deutsch, Portugiesisch…Die Schulkinder
lernen von Grund auf drei Sprachen. Auf den Behörden kann man in
französisch und deutsch Anträge stellen.
– Über die potitisch-europäische Welt in Luxemburg könnte man Bücher
schreiben. An dieser Stelle wird darauf verzichtet.
Nach vielen Informationen konnten wir die Stadt auf eigene Faust
erkunden. Ganz bequem und kostenlos mit der Trambahn. Ein
Vorzeigeprojekt, wie Öffentlicher Nahverkehr auch praktiziert werden
kann. Die vielen Pendler parken auf großen Plätzen vor der Stadt und
fahren kostenlos ins Zentrum zu ihren Arbeitsplätzen. Nachahmenswert!?!
Dritter Tag:
Mit dem Bus nach Remich. Urlaubsfeeling mit einer Moselschifffahrt.
Leider war das Städtchen hoffnungslos überfüllt wegen einer Marathon-
Veranstaltung. Wir haben die Uferpromenade trotzdem genießen können.
Nachmittags Fahrt zum Weingut St. Martin. Fast unheimlich, die dunklen
Keller zu durchschreiten, die vor über 100 Jahren in den Fels gesprengt
und gebohrt wurden. Ideal die Temperatur und Luftfeuchtigkeit, um einen
Cremant-Brut herzustellen. Zwei Kellermeister drehen 90.000 Flaschen in
zwei Tagen von Hand, der Rest wird von der Maschine gerüttelt. Natürlich
eine abschließende Kostprobe mit der Möglichkeit, einen guten Tropfen
Cremant oder Pinot etc. mit nach Hause zu nehmen.
Vierter Tag:
Gestärkt mit dem umfangreichen Frühstück heißt es Abschied nehmen
vom Hotel und dieser besonderen Stadt. Wir fahren über die Mosel und
befinden uns wieder in Deutschland. Trier. Die Porta Nigra bezeugt, dass
Trier wohl die älteste Stadt Deutschlands ist oder doch Cambodunum???
Wir spazieren durch die Altstadt zum Dom. Ein imposantes Gotteshaus.
Einige steigen ins Touristenbähnle und erfahren somit Wissenswertes über
die Stadt Trier.
Danach gehts endgültig heimwärts über die Pfalz, an Speyer vorbei, über
Stuttgart nach Hause.
Alles in allem: es war die Reise wert.
Viele Eindrücke, neue Erkundungen, interessante Geschichten… so ist das
Reisen gedacht und in einer harmonischen Busgemeinschaft auch immer
ein besonderes Erlebnis!
Danke an alle Mitreisenden, an Klaus und Renate, an Busfahrer Helmut
und an die Vorstandschaft des Westallgäuer Baumvereins, Johannes
Buhmann an der Spitze, dass wir so schöne Tage miteinander erleben
durften.
– Margret Mader
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